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Gartenspruch

“Wahre Freundschaft: eine sehr langsam wachsende Pflanze.”
-George Washington

Zufallsprodukt


Der Boden

Lediglich die obersten 60 cm des Bodenprofils sind es, die dem Gärtner, dem Landwirt, dem Forstwirt oder dem Obstproduzenten ihren Ertrag und die Ernte sichern. In diesem fruchtbaren Oberboden finden sich unzählige Insekten, Würmer, Larven und Kleinstlebewesen. Hier findet der Umsetzungsprozess statt, um aus abgestorbenen Pflanzenresten fruchtbaren Humus zu machen. In dieser Schicht steckt Feuchtigkeit, Luft und Nährstoffe, die Pflanzen über die Wurzeln aufnehmen. Diese oberste Schicht der mächtigen Erdkruste entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg einer guten Gartenanlage.

Daher sollte vor der Gartenneuanlage die grundlegende Bodenstruktur analysiert werden, um vor Beginn weiterer Arbeiten gegebenenfalls Verbesserungsmaßnahmen durchzuführen.

 

Zu unterscheiden sind folgende Bodenarten:

Sandboden

Erkennungsmerkmal: Sandboden verrinnt zwischen den Fingern

Sandboden ist leicht, feinkörnig und wenig fruchtbar. Wasser rinnt durch Sandboden hindurch wie durch ein Sieb und nimmt Nährstoffe gleich mit in den Unterboden. Sandböden sind sehr leicht und erwärmen sich schnell, kühlen aber genauso schnell wieder ab.

Maßnahmen zur Verbesserung: Mineraldünger nur in kleinen Mengen, dafür öfter geben. Verrotteten Stalldünger, Torf oder Kompost nicht eingraben, sondern als Bodenbedeckung verwenden.

 

Lehmboden

Erkennungsmerkmal: Lehmboden hat eine gute Krümmelstruktur in der Hand

Lehmboden ist eigentlich für jeden Garten das ideale Bodensubstrat und lässt sich für fast alle Kulturen verwenden. Viele Gärtner stufen ihn falsch ein, weil sie ihn mit Tonboden verwechseln. Ein lehmiger Boden mit einem gewissen Sandanteil speichert Nährstoffe und Wasser ohne direkte Gefahr von Staunässe. Aufgenommene Wärme wird nur langsam wieder abgegeben (gute Speicherfähigkeit).

Maßnahmen zur Verbesserung: Ist ein lehmiges Erdreich zu sehr verdichtet (zusammen geklebt), lässt sich die Bodenstruktur durch Zugabe von Sand oder Kompost schnell auflockern. Ideal ist es, mit einer Bodenbedeckung zu arbeiten, weil dadurch viel Hack –und Gießarbeit eingespart wird. Hierzu empfiehlt sich der Einsatz eines Boden-Vlieses.

 

Tonboden

Erkennungsmerkmal: In der Hand lassen sich mit Tonboden mühelos Figuren formen

Tonboden lässt sich nur mit viel Aufwand oder einen grundlegenden Bodenaustausch verbessern. Er ist sehr schwer, wasserundurchlässig, verdichtet schnell und staut Feuchtigkeit. Für empfindliche Wurzeln ist Staunässe kritisch, zumal sich tonbodenartige Erde nur sehr langsam erwärmt.

Maßnahmen zur Verbesserung: Mit Hilfe einer Bodenabdeckung wird die Oberfläche durch Regen und Gießen nicht zu stark verschlämmt, was die Durchlüftung verbessert. Eine grundlegende Bodenverbesserung lässt sich meist nur durch einen Austausch oder großflächige Einarbeitung von gutem Mutterboden, Sand, Torf oder Kompost erreichen.

 

Moorboden

Erkennungsmerkmal: Beim Zusammendrücken fühlt sich Moorboden elastisch wie ein Schwamm an.

Moorboden kommt nur selten vor, es handelt sich meist um Torferden unterschiedlicher Güten mit einem hohen Anteil organischer Materialien, also abgestorbenen Pflanzenresten. Die Nährstoffdichte ist häufig nur niedrig bis mäßig. Moorboden ist eher sauer, was nur wenigen Pflanzen wie Heidekrautgewächsen oder Azaleen-Arten (bspw. Rhododendren) gut bekommt.

Maßnahmen zur Verbesserung: Gute mit Kalk versorgen. Groben, erdfreien Sand in die obere Bodenschicht mit einarbeiten.

 


 

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